Kurzmitteilung

Ein verrücktes Jahr    2.4.2017   Nicht nur, daß so viele Wespenköniginnen nach Nistplätzen suchen – in letzten Jahr gab es so wenig Wespen, wir glaubten sie würden aussterben. Auch die Frühjahrsentwirklung der Honigbienen ist rasant. So früh hatte ich noch kein Volk, das den vierten Raum verlangt. Rechts unten im grünen Eimer die Webcam. Bild anklicken zum vergrößern. Nie werde ich 1986 vergessen, als die Kirschblüte einen ganzen Monat später war. Wegen Tscherobyl erinnert man das Datum genau.  OM

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noch ’n Gedicht  28.3.2017 Dieses knallende Sonnenwetter wird ja von den meisten Menschen als schönes Wetter bezeichnet. Doch noch ist März und nicht Sommer. Dazu passt dieses Gedicht:

Mörike Eduard

Zitronenfalter im April

Grausame Frühlingssonne,
Du weckst mich vor der Zeit,
Dem nur in Maienwonne
Die zarte Kost gedeiht!
Ist nicht ein liebes Mädchen hier,
Das auf der Rosenlippe mir
Ein Tröpfchen Honig beut,
So muß ich jämmerlich vergehn
Und wird der Mai mich nimmer sehn
In meinem gelben Kleid.

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Auf ein Neues  12.3.2017  Der starke Polleneitrag beim Sonnenwetter heute bringt einen ebenso starken Brutimplus in der Völkern. Fast alle meiner Bienenvölker diesen mäßigen Winter überlebt. An Fluglöchern gibts da schon mal Stau. Bild anklicken zum vergrößern. OM

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IM WIND  23.2.2017 Nass, kalt und stürmisch ist es heute. Doch in Erwartung besseren Wetters läuft ab heute die Bienen- Webcam wieder tagsüber.
Zum Wetter heute ein Gedicht:

Georg Britting             IM WIND

Die Winde kommen alle von grünen, klaren Flüssen her
Und klatschen über die Dächer wie Schiffstaue schwer.
Vor ihrem nassen und fröstelnden Geruch
Wickeln sich die Frauen fester in ihr Schultertuch.

Die Sonne spritzt in die Gassen
Mageres Licht. Und wenn die kurzen Nachmittage verblassen,
Rollt der Mond über den Himmel wie ein grüner, unreifer Apfel und
Hinter jedem Lattenzaun bellt ein verliebter Frühlingshund.

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15_2_2017Vorvorfrühling  15.2.2017 Heute zum ersten Mal wieder starker Bienenflug. Es gibt schon Haselpollen. Der Winter ist aber noch nicht vorüber. Immerhin können die Bienen ihre Kotblasen leeren. Die Kamera steht bereit. Bei der nächsten Schönwetterzeit kann sie aufgebaut werden. Bild anklicken zum vergrößern. OM

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flug10_12_16präfaktisch 10.12.2016  Wie wird der Winter auf 2017? So, wie der vor 20 Jahren mit minus 27 Grad auf dem freien Feld an Sylvester 1996. Das war der hier gemessene Kälterekord in den 61 Jahren, in denen ich hier lebe. Heute fliegen die Bienen ein wenig  bei 11 Grad plus und Sonne. Wird es wieder so ein „Nicht- Winter“? Bild anklicken zum vergrößern OM

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16_nov_2016To Bee Or Not To Bee  16.11.2016 Wird es ein kalter Winter? Heute jedenfalls bei plus 12 Grad fliegen einige Bienen aus. Voraus sagen läßt sich garnichts. Aber wie wärs mit dieser frei erfundenen Bauernregel: „Wenn Sankt Martin kurze Hosen trägt, frieren die drei Könige am Sattel fest“. Die Kamera bleibt noch einige Zeit in Betrieb, bis der Winter dann doch kommt. Bild anklicken zum vergrößern. OM

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wespe2016_3wespe2016_2Man muß auch jönne könne!  18.9.2019  In diesem Jahr wurde der Weltuntergang deutlicher sichtbar. Es ist vielen aufgefallen, daß es fast keine Wespen gab. Sie hungern. Unter anderem Dank Bayer, Monsanto und Co. Wie auch die Vögel, die es nicht bis Afrika schaffen werden. Wo sie auch nur wespe2016_1von Menschen gefressen würden. So in Ägypten. Die Bienen können wir noch einige Zeit retten, weil wir sie gut versorgen. Und damit auch den letzten Wespen Futter bieten. Bilder anklicken zum vergrößern. OM

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HochhäuserWolkenkratzer 20.8.2016  Na ja, Wolkenkratzer ist übertrieben, doch Hochhäuser sind die Bienenkästen heute. Fünf Zargen übereinander im August? Im Juli kurz vor der Ernte kommt so was vor. Des Rätsels Lösung: die Völker sitzen auf zwei Zargen unten. Darüber ist eine Folie, die bis auf eine Handfläche dicht macht. Darüber eine Leerzarge  mit einem Futtereimer (ja, ein wenig Zucker gibt es). Und oben drauf zwei Zargen mit Waben zum ausschlecken. Das sind die Ausgeschleuderten.  Die werden danach  entweder eingeschmolzen oder aufbewahrt. Bild anklicken zum vergrößern. OM

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schwarmvoelkerMut zur Lücke  17.8.2016  Sieben Wochen nach „Siebenschläfer“ ist der Regensommer vorüber. Der schöne Spätsommer kommt aber für die Honigernte zu spät. Ende Juni sah es noch dünn aus in den Honigwaben. Vom 8. Juli rappelte es plötzlich in den Kisten für ein paar Tage. Und Ende Juli gab es eine recht gute Ernte.
Aufmerksamen Beobachtern wird aufgefallen sein: es klafft eine Lücke am Bienenstand, auf den die Kamera schaut. In diesem verzögerten Sommer gab es noch späte und sehr starke Schwärme. Zwei Völker sind „blank“ geschwärmt, und mit der neuen Königin im Restvolk hat es nicht geklappt. Die Schwärme hat Nicole Saturna >Link< hoch aus dem Baum geholt und damit ihre Imkerei erweitert. Der Verlust von zwei Völkern ist hier nichts Schlimmes. Es wurden genug Jungvölker heran gezogen.  In der Natur ist das der Lauf des Lebens. Nach Jahren in der Baumhöhle schwärmt ein Bienenvolk blank. Wachsmotten machen sich über die alten Waben her. Im nächsten Frühjahr ziehen Kleibers ein und wohnen dort einige Jahre. Ihnen folgt vielleicht der Baummarder. Nach zwei Jahrzehnten ist der Baum im Mai mal frei und es ziehen wieder Bienen ein.
Bild anklicken zum vergrößern. Vorne unter dem Ziegel die Kamera.  OM